| fachBEITRAG von Markus Stumpe |
| Der Agrarraum der mediterranen Subtropen in Südwestaustralien Inhalt dieser Seite: 1. Die Lage der mediterranen Subtropen 2. Die agrargeographische Entwicklung 3. Einige Geofaktoren mit ihren Auswirkungen auf die Agrarwirtschaft 4. Probleme, Ursachen und Konsequenzen in der Trockenzone 5. Die Landwirtschaftlichen Produkte in den verschiedenen Agrarzonen 6. Agrarproduktion für den Export 7. Zusammenfassung 8. Karte: Die Agrarzonen in Südwest-Australien |
| 1. Die Lage der mediterranen Subtropen Die mediterranen Subtropen Australiens befinden sich im Süden des Kontinents und sind in zwei Teilgebiete aufgeteilt, welche durch die große Nullabor-Ebene getrennt werden. Das eine Gebiet ist die Küstenregion in Süd- bis Südosten Australiens zwischen 32° südlicher Breite bis 38° südlicher Breite. Es erstreckt sich von der Smoke Bay auf der Eyre Halbinsel bis nach Osten zu den australischen Alpen bei Portland im Bundesstaat Victoria. Das andere Gebiet der mediterranen Subtropen befindet sich im Südwesten Westaustraliens. Die Agrarwirtschaft wird zwischen 28° südlicher Breite bis 35° südlicher Breite im Dreieck Geraldton - Kap Leuwin - Esperance betrieben. Hier ist das Klima sowohl semi arid, als auch humid. Es ist der bevölkerungsreichste Teil Westaustraliens. Diese Region in Südwestaustralien wird Swanland genannt. (Inhalt) |
2. Die agrargeographische Entwicklung Die agrargeographische Entwicklung ist seit dem 19. Jh. in drei Phasen zu unterteilen.
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3. Einige Geofaktoren mit ihren Auswirkungen auf die Agrarwirtschaft Weil der Südwest-Australische Agrarraum von einem warmen Meer umgeben ist, und weil keine Gebirgsschranke vorhanden ist, fallen nicht nur die Winterregen. Im Spätsommer und Herbst können gelegentlich randtropische Tiefdruckgebiete weit nach Süden vordringen und bewirken somit eine intensivere Niederschlagstätigkeit. Aufgrund dieser Niederschlagsmengen gibt es hier eine reiche natürliche Pflanzenwelt. (Mallee Scrub). Der Ackerbau ist wesentlich risikoärmer, weil die sommerliche Trockenzeit nicht besonders ausgeprägt ist. Die immerfeuchten Subtropen im äußersten Südwesten Australiens sichern durch ihren ganzjährigen Niederschlag - 1.400mm pro Jahr - den Wasserhaushalt der hochstämmigen Karri Wälder (Eucalyptus diversicolor). Das Relief beschreibt größtenteils eine ebene Landoberfläche, welche durch die Darling Range, eine Gebirgskette bis zu 600m hoch mit Jarrah Wäldern (Eucalyptus marginata) bewachsen, unterbrochen wird. Die in Südwest-Australien vorherrschenden Lateritböden sind für die Landwirtschaft nicht geeignet, aber spezielle Düngungen lassen befriedigende Erträge erzielen. Eine Ausnahme bilden die wertvollen Alluvialböden in den Niederungen. (Inhalt) |
4. Probleme, Ursachen und Konsequenzen in der Trockenzone Es wird zwar zwischen Trockenland und Bewässerungsland im Südwesten unterschieden, aber das Trockenland der landwirtschaftlichen Betriebsfläche herrscht trotzdem vor. Innerhalb der Region des Mittelmeerklimas werden nur 1-2% dieser Fläche bewässert. Kleinere staatliche Bewässerungsanlagen (irrigation systems) befinden sich südlich von Perth und schließen ein Gebiet von ungefähr 14.000ha ein. Dagegen sind farmeigene Staubecken (tanks) und Brunnen, welche mit Motorpumpen arbeiten, sehr stark verbreitet. Die oben genannten Bewässerungsmaßnahmen sind für der Existenz der Farmer notwendig, weil lange und ausreichend wasserführede Flüsse nicht vorhanden sind. In der Landwirtschaft verzichtet man auch auf überaus aufwendige und kostenspielige Bewässerungsmaßnahmen, wegen des geringen innländischen Bedarfs an landwirtschaftlichen Produkten. Dieser Wirtschaftszweig ist durch die bisher, trotz der gegebenen Umstände, gut laufende Produktion sehr stark auf den Export ausgerichtet. Die Konsequenzen der von Südwesten nach Nordosten zunehmende Trockenheit bewältigen die Farmer mit einer großen Anpassung an die klimatischen Begebenheiten. (Inhalt) |
5. Die Landwirtschaftlichen Produkte in den verschiedenen Agrarzonen Die landwirtschaftliche Nutzfläche der mediterranen Subtropen im Südwesten Australiens läßt sich in vier Zonen aufteilen:
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6. Agrarproduktion für den Export Die Agrarregionen der australischen mediterranen Subtropen erzeugen ihre Güter fast auschließlich für den Export. Die Aufnahmefähigkeiten des Lokal- und des Binnenmarktes sind wegen der geringen Bevölkerungszahl überaus gering. Die Güter der australischen Produktion werden nicht, oder nur selten, an Ort und Stelle verarbeitet. Die Produkte werden roh oder wenig aufbereitet ausgeführt. Bei der Schafproduktion 1980/81 wurden von 7,76 Mio Stück 6,48 Mio exportiert. Davon wurden 3,18 Mio als Gefrierfleisch und 3,26 Mio Schafe als Lebendvieh in verschiedene Erdteile gebracht. Der Eigenbedarf hat sich auf 1,28 Mio Schafe beschränkt. Die Bundesrepublik Deutschland hat in dieser Zeit 0,01 Mio Schafe in Form von Gefrierfleisch aus Australien importiert. Weizen, Gerste, Schafwolle, Gefrierfleisch, Lebendvieh, Häute und Felle gelangen über die Häfen Geraldton, Perth-Fremantle, Bunbury, Albany und Esperance in alle verschiedene Teile der Erde. Durch den Beitritt Großbritanniens zur Europäischen Gemeinschaft 1973 hat die südwestaustralische Landwirtschaft einen empfindlichen Rückschlag verkraften müssen, weil das Mutterland für alle Produkte bis dahin ein bedeutender Abnehmer gewesen ist. Diese Tatsache zeigt auf die Abhängigkeit der australischen Landwirtschaft auf den Weltmarkt. (Inhalt) |
7. Zusammenfassung Der Ackerbau und die Viehhaltung, vorwiegend Schafe, reichen bis zur klimatisch möglichen Grenze mit allen nur möglichen Anpassungsverfahren des Menschen. So findet seit 1945 eine große Ausweitung des Weizenanbaus mit Hilfe von neuen Züchtungen von Weizen, neue und bessere Dünger und neuartige, moderne Maschinen statt. Es ist sogar gelungen Weizen auf trockenen Sandböden anzubauen. Weil der Erdklee nun die Sommertrockenheit überdauern kann, verbessert er den Nährstoffgehalt des Bodens, was zusätzlich eine ganzjährige Schafhaltung ermöglicht. Der Mensch versucht die lebensfeindlichsten Gebiete der Erde zu besiegen. (Inhalt) |
8. Die Agrarzonen in Südwest-Australien |
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